Beichte – Versöhnung

Aktuelle Information:

Das Bußsakrament sollte möglichst nur nach individueller vorheriger Terminvereinbarung gespendet werden, um eine Ansammlung von Wartenden zu vermeiden! Falls dennoch eine allgemeine Beichtgelegenheit angeboten wird – weiterhin nicht im Beichtstuhl (!) – müssen die Hygiene- und Abstandsregeln, auch im Wartebereich, unbedingt eingehalten werden.

Sowohl der Pönitent wie der Priester dürfen keine Krankheitssymptome zeigen oder in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einem an Covid-19 Erkrankten gehabt haben. Vor der Beichte sollte in einem Vorgespräch geklärt werden, ob der Beichtende zu einer Risikogruppe zählt. Gerade bei chronischen Vorerkrankungen und/oder bei einer Immunsuppression ist besonders abzuwägen, ob die Beichte zum gegenwärtigen Zeitpunkt empfohlen werden kann.

Das Beichtgespräch ist in einem Raum (möglichst Kirche/Kapelle) zu führen, der groß genug ist. Bei einem solchen Beichtgespräch ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Die Gespräche sollen nicht länger als 30 Minuten dauern. Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften der Räume (mindestens 20 qm), da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Können aufgrund baulicher Maßnahmen Fenster in einem Raum dauerhaft nicht geöffnet werden, ist dieser Raum nicht geeignet.

Alle hier aufgeführten Kriterien gelten auch für die Führung von Seelsorgegesprächen.

Allgemeine Beichgelegenheit

Samstags in Zwölf Apostel um 18.00 Uhr (derzeit nicht möglich!)

Sie können jederzeit mit einem Seelsorger telefonisch einen Termin für eine Beichte, ein Beichtgespräch oder ein Seelsorgegespräch vereinbaren.


 

Die Beichte – Das Fest der Versöhnung

1. Schritt:
Ich habe nachgedacht, was falsch war in meinem Leben. besinnen
Eine Hilfe dabei ist der Gewissenskompass oder Gewissensspiegel
(➔ im Gotteslob Nr. 598; 599; 600; 601).

2. Schritt:
Ich weiß was falsch war und es tut mir leid. bereuen
Auch hier sind Gebete im Gotteslob eine Hilfe (➔ im Gotteslob Nr. 9,7; 598,2; 598,4; 599,2; 601,9).

3. Schritt:
Ich nehme mir vor mich zu bessern

4. Schritt:
Ich besuche einen Priester, zu dem ich Vertrauen habe. Ich betrete das Beichtzimmer oder den Beichtstuhl.
Die Beichte beginne ich so:
„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Meine letzte Beichte war . . .
In Demut und Reue bekenne ich meine Sünden:
Ich bin schuldig geworden, weil ich . . .“ oder „Besonders schwer fällt mir . . .“.
Ich sage einfach was falsch war. bekennen

„Für die Zukunft nehme ich mir vor, dass . . .“

Nun spricht der Priester. Nach diesem Gespräch hält der Priester seine Hände über mich und spricht:

„Gott, der allmächtige Vater,
hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes
die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt
zur Vergebung der Sünden.
Durch den Dienst der Kirche
schenke er dir Verzeihung und Frieden.
So spreche ich dich los von deinen Sünden
im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.“

Dabei segnet er mich und ich mache ein Kreuzzeichen.

Ich antworte: Amen.

Und der Priester spricht: Geh hin in Frieden.

5. Schritt:
Vielleicht bekomme ich eine Aufgabe vom Priester. Sie soll mir helfen, dass
mein Leben wieder gelingt.
Ich versuche es wieder gut zu machen. büßen


Die 10 Gebote:
(vgl. Ex 20,1-21)

1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
2. Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!
3. Gebot: Gedenke, dass du den Sabbat heiligst!
4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren!
5. Gebot: Du sollst nicht töten!
6. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen!
7. Gebot: Du sollst nicht stehlen / rauben!
8. Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten!
9. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau/Mann!
10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut!

In der ursprünglichen Fassung des Alten Testaments ist jedoch nicht von „Geboten“ die Rede. Das, was wir als „Die zehn Gebote“kennen, wird im Alten Testament als ‚Dekalog’bezeichnet:
deka’= zehn; ‚logos’= Wort.

Der Dekalog (= „Das Zehnwort“):

Der Herr – dein Gott ist einer.

(Wenn Du mich als Deinen Gott annimmst, dann . . .)

. . . wirst du meinen Namen in Ehren halten.
. . . wirst du den Feiertag heiligen.
. . . wirst du Vater und Mutter ehren.
. . . wirst du eine hohe Achtung vor dem Leben haben.
. . . wirst du treu zu deinem Partner / deiner Partnerin stehen.
. . . wirst du das Eigentum anderer respektieren.
. . . wirst du die Wahrheit sagen.
. . . wirst du Beziehungen anderer respektieren.
. . . wirst du mit deinem Eigentum zufrieden sein.

 

Und hier noch der Versuch einer Formulierung in moderner Umgangssprache:

1. Ich bin dein Gott. Ich bin immer bei dir. Du brauchst nichts und niemand anderen anbeten.
2.  Rede von Gott immer voll Liebe und Respekt. Sage nicht, dass Gott es getan hat, wenn du daran schuld bist.
3. Nimm dir Zeit für Feste und Feiern – und für Gott.
4. Kinder, Eltern, Großeltern – sorgt füreinander und respektiert euch.
5. Füge keinem Menschen Leid zu, sondern schütze alles Leben.
6. Vertrauen und Liebe sind kostbar. Schütze die Beziehungen zwischen Menschen, mache sie nicht kaputt.
7. Nimm dir nicht, was dir nicht gehört, sondern teile, was du hast.
8. Sag niemals Falsches und Schlechtes über andere Menschen: Ablästern und Moppen sind out!
9./
10.
Sei nicht gierig und neidisch, gönne den anderen Menschen, was sie haben.

 

 

 

 

 

 

Bild: Klaus Herzog
In: Pfarrbriefservice.de
Zurück